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  • Fernsehbeitrag - so wird aus Abfällen Energie gewonnen

    22.10.2010 - Buhck Gruppe,

    Haben Sie schon mal mit dem Gedanken gespielt, den Inhalt ihres Staubsaugerbeutels zu nutzen, um daraus Energie zu erzeugen? Die Buhck Gruppe hat
    eine Alternative zur klassischen Energiegewinnung entwickelt. Die Lösung heißt: Energie aus Abfall.

    In jedem Gewerbebetrieb fallen heute Abfälle an, die nicht mehr weiter getrennt und als gesonderte Rohstoffe entsorgt werden können. Solche Gewerbeabfälle bestehen in der Regel aus einem Gemisch von Folien, Pappe, Papier, Holz, Metallen und Verpackungen. Die Hamburger Buhck Gruppe hat 2006 gemeinsam mit der Karl Meyer Gruppe die „Bestsort-Hamburg“, eine in ihrer Konzeption einzigartige Gewerbeabfallsortieranlage in Norddeutschland mit einer Kapazität von bis zu 120.000 Tonnen pro Jahr, errichtet. Hier werden aus gemischten Gewerbeabfällen und Sperrmüll hochwertige Rohstoffe gewonnen.

    Die hochmoderne Anlage zerlegt Gewerbeabfälle in ihre Bestandteile wie z.B. Holz, Papier, Pappe, Kunststoffe und Metall. Dabei wird der angelieferte und unsortierte Abfall zunächst mit einem Bagger in die Vorzerkleinerungsstufe gefüllt. „Die richtige Mischung dieser Abfälle bedarf eines hohen Maßes an Erfahrung, um alle weiteren Prozesse koordiniert ablaufen zu lassen“, so Dr. Henner Buhck.  Die Abfälle werden dann auf einem Flachsieb in drei unterschiedliche Größen-Fraktionen aufgeteilt. Eisen und Metalle werden auf allen Siebstrecken mittels Magnet- und sonstiger Abscheidertechnik separiert. Die Grobfraktion durchläuft eine händische Sortierung. Die Mittelfraktion passiert mehrere vollautomatische Stationen. Mittels Nahinfrarottechnik werden Holz, Papier und Kunststoffe automatisch erfasst und durch Luftdüsen voneinander getrennt. Die Absaugtechnik schleust an diversen Stationen der Anlage Kunststofffolien aus. Für den Transport werden die Kunststoffe dann zu Ballen gepresst. Diese werden der Industrie als Rohstoff veräußert.
    Richtig interessant wird es nun  mit der sogenannten „Restfraktion“.


    Zusammen mit einem Bremer Entsorgungsunternehmen gründete Buhck 2006 die ALTERA Lägerdorf GmbH & Co. KG – direkt neben dem Zementwerk der Holcim Deutschland AG. Da die Herstellung von Zement sehr energieintensiv ist und Energie aus fossilen Brennstoffen immer teurer wird, suchte Holcim nach Alternativen.
    Buhck entwickelte einen Prozess mit dem Abfälle zu einem Ersatzbrennstoff mit einem Heizwert, der zwischen Braun- und Steinkohle liegt: FLUFF -  FLUgFähige Fraktionen.
    FLUFF sind die leichten Stoffe der Abfälle und sehen fast so aus, wie der Inhalt eines Staubsaugerbeutels. Die Herstellung ist jedoch kompliziert.

    FLUFF wird in einem mehrstufigen Verfahren hergestellt. Aus dem hergestellten Ersatzbrennstoff-Vorprodukt, das die Bestsort-Anlage verlässt, werden bei der Altera zunächst chlorhaltige Materialien, wie z.B. PVC aussortiert, da Chlor den Heizwert im Verbrennungsprozeß absenkt.  Dann wird der Abfall von einer Größe von bis zu 30 Zentimeter mit einem schnell rotierenden Messer auf maximal 30 Millimeter zerkleinert. Dabei wird das Material regelrecht aufgefasert, um es flugfähig zu machen. Rund 30 bis 40 Prozent der Abfälle, die bei der Bestsort-Anlage in Hamburg angeliefert werden, werden später zu FLUFF verarbeitet. FLUFF ersetzt heute durch seinen hervorragenden Heizwert Kohle und Öl und bringt  HOLCIM eine deutliche CO2-Ersparnis. Die Produktion von FLUFF könnte damit zukunftsweisend für die Abfallwirtschaft hin zur Ressourcenwirtschaft werden.

    Hier können Sie einen Fernsehbeitrag der Deutschen Welle anschauen, der in unseren Anlagen bei der Bestsort und bei der Altera in Lägerdorf zum Thema "Ersatzbrennstoffherstellung" gedreht wurde.

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